Biffy

Hallo, ich bin wiedermal kurz da! Lange Pause, ich weiss, aber man kann sich seine Umstände nicht immer so aussuchen, wie man sie gerne hätte. Dieser Post ist bereits seit längerem in der englischen Version veröffentlicht (http://shadedfaces.wordpress.com/2013/04/15/biffy/) aber ich war bisher nicht dazu gekommen, ihn zu übersetzen. Mittlerweile gibt es einen weiteren Post, es war also höchste Zeit, mich mal endlich darum zu kümmern!

Die kleine Biene wartet immer noch unvollendet und nass auf ihrer nassen Blüte sitzend. In der Zwischenzeit tauchte Biffy auf, ein hübscher Dalmatiner, und wurde in dieser DIN A4 Zeichnung verewigt. Ein anfänglicher Fehler bei den Grössenverhältnissen machte einen Neustart nötig, diesmal mit einem Raster um einen reibungslosen Arbeitsablauf zu garantieren.

Biffy

„Biffy“. Bleistift auf DIN A4 Aquarellpapier

Ich muss leider feststellen, dass ich, je älter ich werde, mehr und mehr Zeit für meine Zeichnungen benötige, anstatt schneller zu werden.  Ein Grund dafür ist möglicherweise, dass ich bei zunehmender Erfahrung mehr Details einarbeite, ich kann es nicht genau sagen, aber viel hat sicher auch mit der Tatsache zu tun, dass es mir immer schwerer fällt, mich auf Einzelheiten so intensiv und zeitaufwändig zu konzentrieren wie früher. Ganz zu schweigen von all den alltäglichen Pflichten, die es irgendwie noch nicht herausbekommen haben, sich von alleine zu erledigen, und die Angewohnheit haben, zu den unpassendsten und lästigsten Zeiten in Erscheinung zu treten. Dadurch ist es beinahe unmöglich, eine Zeitrechnung für eine Zeichnung wie diese zu erstellen. Versucht hatte ich es dieses Mal, nur um mich auf halbem Weg nach vielen Pausen und verschieden langen Arbeitsperioden wieder einmal hoffnungslos zu verheddern. Ganz grob geschätzt würde ich sagen, waren es vielleicht an die 20 Stunden. Wenn jemand einen Tipp hat, wirksam und akkurat die Arbeitszeit zu messen, dann lasst es mich wissen. Aber berücksichtigt dabei bitte, dass ich wenig geneigt bin, jedesmal, wenn ich für zehn Minuten einen Bleistift in die Hand nehme, Protokoll zu führen  😉

Für Biffys Porträt wurden mir mehrere Fotos per Email zur Verfügung gestellt, wovon eines vom Kunden bevorzugt wurde. Die Tatsache, dass ich qualitativ gute Fotos in angemessener Auflösung auf meinem PC hatte, war extrem hilfreich, da ich die Bilder nach Bedarf manipulieren konnte, je nachdem, an welchem Detail ich gerade arbeitete.

Ich war mit dem dicken Zeichenkarton, den ich für Tysons Portät (zu sehen hier: https://schattengestalten.wordpress.com/2013/03/04/tyson/) verwendet hatte, nicht ganz zufrieden.  Es schien schwierig, die gleichen vielfältigen Schattierungen wie auf dem dünneren Papier, das ich sonst benutzt hatte, zu erzielen, obgleich es ein detailgenaues Arbeiten mit sehr feinen Bleistiften ermöglichte.  Für Biffy habe ich daher ein Aquarellpapier ausprobiert, das weisser und glatter ist als die Zeichenpapiere, an die ich gewöhnt war. Da es für die Aquarellmalerei gedacht ist, ist es nicht vollständig glatt, aber die Oberflächenstruktur ist vergleichsweise sanft. Zweifellos ist dies der Grund, warum Daler Rowney es „Aquafine smooth“ Watercolour genannt haben. Mit 300 g/m² ist es relativ kräftig und mit einem Preis von fast 50 Pence pro DIN A4 Bogen in einem Block mit 12 Blatt ist es leider nicht gerade billig.

Meine Bleistiftauswahl für dieses Portrait war ziemlich begrenzt, – ein 6B Bleistift, und 0,5mm Feinminenstifte in 2H, HB und H (oder war es 2H?) war das komplette Arbeitsmaterial. Und ein Knetradierer natürlich, ein wesentlicher Bestandteil der Ausrüstung.

Insgesamt gesehen bin ich sehr beeindruckt vom Papier, es hat die unterschiedlichen Schattierungen sowie feine Details gut aufgenommen. Der einzige Nachteil war, dass es schien, als ob, wo zwecks Erreichung eines tiefen Tons viel Grafit aufgebracht wurde, diese Farbtiefe nach einiger Zeit verloren ging, also haftet das Grafit vielleicht nicht so gut wie bei anderen Papieren. Trotzdem, ein akzeptables Ergebnis, würde ich sagen.

So,…nun das Bienchen,…oder vielleicht sollte ich zur Abwechslung lieber Pinsel und Farben auspacken?  Hm…

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