Chanonry Point

Es ist schon wieder mal eine Weile her, seit ich hier etwas von mir gegeben habe, und ich sollte mich wohl mal wieder an den Computer setzen und etwas schreiben. Nicht, daß das im Augenblick besonders einfach wäre, bei all den Ablenkungen, mit denen ich mich gerade herumschlage. Das darf nicht falsch verstanden werden, ich finde es toll, wenn meine bessere Hälfte einige Tage Urlaub hat und ich nicht um sechs Uhr morgens aus dem Bett springen muß. Aber nach fünf mühseligen und frustrierenden TÜV-Prüfungen, von denen ich dreien persönlich beigewohnt habe, einem Beinahe-Tod eines Autos mit der daraus resultierenden Panik, zwei kolossalen Rechunungen – obwohl davon nur eine unsere ist, die andere, ärgerlicherweise die niedrigere, mußte ein anderes Familienmitglied bezahlen, freue ich mich doch immer so ein bischen auf die Gelegenheit, in meine Parallelwelt zu entschwinden, wo ich den Bleistift über das Papier tanzen lassen kann und alles andere für kurze Zeit vergessen kann.

Ich hatte eigentlich geglaubt, diese Woche würde wieder Normalität einkehren, aber, wie das Leben so spielt, die Grippe hat zugeschlagen, und es schwirren deshalb den lieben langen Tag Personen ziellos im Haus herum. Die eine ist tatsächlich besser zu Hause aufgehoben, anstatt zur Arbeit zu gehen, wo er in halb-bewußtloser Benommenheit wahrscheinlich alle möglichen Mißgeschicke verursachen würde, während die andere nach ihrem Urlaub ihre chaotischen Schichten wieder angetreten hat.

Bedauerlicherweise, für mich zumindest, bedeutet das Nachtschicht. Damit meine ich, daß ich erst dann, wenn endlich alle im Bett sind, die nötige Ruhe habe, um ohne Unterbrechungen mein Hirn aufzuräumen und eine gewisse Ordnung in meine Gedanken zu bringen.

Während der letzten Tage haben wir es tatsächlich trotz allem geschafft, uns mal wieder ein bischen die Gegend anzusehen. Nachdem wir das Auto wiederhatten, versteht sich. Eigentlich hatten wir an diesem schönen, sonnigen Vorfrühlingstag vor, einen Ort zu besuchen, der zum Beobachten von Delphinen sehr beliebt ist.  Leider hatten wir nicht bedacht – wie konnten wir das nur vergessen – daß schönes Wetter zu Hause nicht unbedingt schönes Wetter anderswo garantiert. Die Sonne schien immer noch was das Zeug hielt, aber es wehte eine steife Brise, um es gelinde auszudrücken. Eine eisig kalte noch dazu. Den Delphinen hatte es wohl auch nicht gefallen, jedenfalls haben wir keine gesehen. Hier die Aussicht von Chanonry Point an den Tag :

Aussicht von Chanonry Point

Also dachte ich mir, ich benutze den dortigen Leuchtturm für Zeichenübungen, die mir, glaube ich zumindest, ganz guttun würden – Geschwindigkeitszeichnen. Natürlich hätte ich das am Ort machen sollen, aber mir war so kalt, ich habe mich davor gedrückt und einige Tage später von einem Foto, daß ich dort geschossen hatte, abgezeichnet. Das Schnellzeichnen war am Ende viel langsamer als ich mir erhofft hatte, wozu auch verschiedene Unterbrechungen beigetragen hatten, aber es ist zumindest ein Anfang. Ein Ausgleich für meine normalerweise sehr ausführlichen Arbeiten wäre jedenfalls nicht schlecht, und so habe ich folgende Zeichnung mit Graphitstiften gemacht, um eine weniger detaillierte, sondern eine gröbere Arbeitsweise zu erzwingen. Ich konnte es trotzdem nicht lassen, hier ein bischen zu ändern und dort etwas hinzuzufügen, ich habe mich schon selber ausgeschimpft, aber das gehört ja alles zum Lernen dazu. Dies ist also der Leuchtturm am Chanonry Point mit Graphitstiften:

Chanonry Point Leuchtturm 27.02.2012

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